| Die letzten Tage war eine Raupe des Tagpfauenauges zu Besuch. Schlicht in Schwarz im Vergleich zum bunten Schmetterling nach der Metamorphose. Es leben in der Raupe etwa 3-4 Zellen, die den Bauplan des Schmetterlings in sich tragen... 😬😳 Es gilt für die Raupe also, fast ganz zu sterben, damit das Neue werden kann! In meiner Auseinandersetzung mit dem Thema der Metamorphose für die Diplomarbeit im berufsbegleitenden Studium, habe ich viel über diese Zusammenhänge nachgedacht und Vergleiche zum Leben gezogen - mehr an der Ausstellung im Oktober. Save the date ✍️ Atelier-Ausstellung in Schötz - mehr Informationen hier Ich freue mich auf zahlreiche Besucher:innen und kann jetzt schon verraten, dass ich Stefan Dittli auch dieses Jahr wieder für ein musikalisch-poetisches Intro gewinnen konnte. Der Multiinstrumentalist wird Texte von mir "umgarnen" und zu Bildern improviersieren. Ein Erlebnis!
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Aktuell sind Objekt-Bilder aus der Serie "Lebenskreis" im Rahmen der Aktion "KUNSTschauFENSTER" beim Bestatttungsinstitut Hochuli in Sursee ausgestellt. Die Bilder geben zu reden, Menschen kommen auf mich zu und wollen mehr zu dieser Serie und meinen Beweggründen erfahren, drei Bilder sind zudem bereits reserviert - und am Samstag werden auf dem Kunstrundgang ein paar Hintergrund-Informationen zu vernehmen sein. Gerne teile ich die Antworten auf die gestellten Fragen auch hier zum Nachlesen. Fragen zum Kunstrundgang am 5. April 2025 Folgende Fragen habe ich für die öffentliche Führung beantwortet - sie geben einen Einblick in meinen Arbeitsweise: 1 Wie würdest du deinen Kunststil beschreiben? Da ich in ganz unterschiedlichen Bereichen unterwegs bin (Malerei, Fotografie, Textilkunst usw.), ist diese Frage komplex zu beantworten. Ich gehe in meinen Antworten daher vor allem auf die Objekt-Kunst ein, wie sie hier im Schaufenster zu sehen ist. 2 Was inspiriert dich für deine Kunst? Ich schöpfe aus dem Leben, beobachte die Natur, die Menschen um mich herum und die Phasen welche ich und sie durchlaufen. Zudem habe ich in mir eine grosse Schöpferkraft, die mich zu immer neuen Experimenten mit Techniken, Materialien, Farben und Formen anregt. Die Serie «Lebenskreis» ist über einen längeren Zeitraum entstanden – und da mich die existenziellen Fragen des Lebens faszinieren, erzählt die Serie vom Wachsen, über stille Momente im Leben, Schmerz, dem Gefühl von Gleichförmigkeit und Funktionieren, der Zufriedenheit ebenso wie vom Tod und dem Weitergehen in neue Sphären. 3 Wie würdest du deinen Kunststil beschreiben? «Schöpfen aus dem Innern und Berührungspunkte schaffen» – egal ob Malerei, Textilkunst oder Druckarbeiten, die Arbeiten sollen eine Seele haben, etwas nach Aussen tragen – egal ob kraftvoll oder subtil. 4 Welches ist dein absolutes Lieblingsmedium zum Arbeiten? Bei den genähten Bildern, dem genähten Tagebuch und den Objektbildern, spielen Fundgegenstände eine tragende Rolle. «Einfälle aus Abfällen» ist etwas, das mich total fasziniert. Ich erzähle mit den «objet trouvés» (den gefundenen Gegenständen) Geschichten, kann neue Bedeutungen schaffen oder soziale und kulturelle Kommentare abgeben. Die Verwendung von gefundenen Objekten ist für mich auch eine Form des Recyclings, ich geben den Gegenständen ein neues Leben – was auch ein Zeichen für Nachhaltigkeit ist. Die Materialsprache der unterschiedlichsten «objet trouvés» wie flauschige Sämchen, leichte Federn, unterschiedlichstes Papier, zarte Blütenlätter, gebrauchte Teebeutel, tote Insekten, geschliffenes Schwemmholz oder rostendes Metall ist mir beim Gestalten enorm wichtig. Die Materialien haben eine symbolische Bedeutung (für mich vielleicht eine andere, als für die Betrachtenden – das macht es jedoch gerade spannend), gleichzeitig tragen die Fundobjekte zur ästhetischen Wirkung des Objektbildes bei, können eine visuelle und taktile Erfahrung schaffen und wieder: Geschichten und Erfahrungen transportieren. 5 Wie wählst du die Themen für deine Arbeiten aus? Die Themen kommen oft zu mir, sie wählen mich – und ich versuche, ihnen in meiner künstlerischen Arbeit eine Stimme und einen Ausdruck zu geben. Oft sind es die Themen des Lebens, die jeden Menschen betreffen: Werden, wachsen, vergehen (den Lebenskreis wie hier bei den Objektbildern im Schaufenster), aber auch Beziehungen, Sinn des Lebens sowie tiefere Einblicke in die menschliche Erfahrung. Mir ist es wichtig, mit meinen Arbeiten in den Betrachter:innen etwas anzustupsen, neue Sichtweisen zu öffnen und zur inneren Auseinandersetzung anzuregen. Rahel Suter-Portmann, 3. April 2025 Mehr Informationen zur öffentlichen Führung finden sich hier: https://kunstregionsursee.ch/ Bei StrickART wird eine ganz andere Seite meines künstlerischen Schaffens sichtbar: In der Aussage vom Karsamstag (30. März 2024) erschien ein Bericht über meine künstlerische Arbeit im Willisauer Bote. Da mein Atelier in Schötz ist, kam die Redaktion der Lokalzeitung überhaupt auf mich zu. Der Bericht bildet mein künstlerisches Schaffen und die ganze Vielfalt und Tiefe darin sehr gut ab. Dafür bin ich dem Team der Zeitung sehr dankbar. Wer den Bericht gerne nachlesen möchte, kann dies mit den Fotos unten gerne machen. Ich freue mich über eure Kommentare zu diesem Zeitungsauftritt! "Für mich hat mein künstlerisches Schaffen viel mit beobachten, schauen, mich einlassen können und einem unbändigen Forscherdrang zu tun. Ich kann stundenlang irgendwo sitzen und einfach nur schauen. Es lässt mir keine Ruhe, wenn ich etwas nicht hinkriege - dann probiere ich wieder und wieder. Es interessiert mich, die Eindrücke von der Natur, vom Leben, vom Alltag schöpferisch wiederzugeben, so wie ich dies empfinde. Experimentieren ist das halbe Leben 😚. Wenn ich weiss, wie etwas "geht", verliere ich das Interesse daran. Wiederholungen sind mir ein Graus. Es geht immer weiter, Veränderung ist das Programm - das entspricht mir.
Diese Art zu schöpfen nimmt auch leere Zeiten in Kauf. Warten können gehört dazu. Meditation und Zentrierung sind oft die Vorarbeit, um aus der Präsenz und dem Moment schöpfen zu können, um die feinen Schwingungen der Inspiration wahrnehmen zu können. So etwas "Altmodisches" wie reifen lassen ist ebenso wichtig - Termine und Druck töten in mir jegliche Schöpferkraft. Das und vieles mehr wurde mir in diesen Ferien noch bewusster, wo ich in meinem Tempo leben, schöpfen und SEIN konnte. Ich bin sehr dankbar für diese Erfahrung und werde versuchen, die Erkenntnisse in den (sogenannten) Alltag über zu retten und sie zu integrieren." In diesem Sinne auch euch allen im 2024 viele Momente, wo ihr SEIN könnt, wo ihr euch spürt, wo ihr etwas findet, das euch beglückt. Und ganz viel Vertrauen, Lebensfreude und Zufriedenheit im neuen Jahr. Herzlichst Rahel Mein Mann dreht das Buch um, das auf dem Küchentisch neben der dampfenden Kürbiswähe liegt. Er liest... und fragt dann unvermittelt: "Was fasziniert dich eigentlich so am Tod?" Ich spüre dem nach - und antworte dann: ...dass es so endgültig ist, dass es nichts mehr zu diskutieren gibt - nur noch ein "wie gehe ich nun damit um?" und ein "was macht das mit mir?" - da bleibt die Zeit irgendwie stehen. Dann drehe ich das Buch ebenfalls um, ich hatte es erst gerade ausgepackt - und da steht: "Am Ende des Lebens herrscht totale Gegenwart." Ja, und vielleicht ist auch dies die Faszination... Und die Fragen, die immer wieder auftauchen: Was mache ich mit dem Geschenk Leben? Wenn ich am Ende zurückschaue, werde ich glücklich, froh, zufrieden sein? Verfolge ich meinen Plan der Seele - oder lasse ich mich vom Trubel das Alltages in eine andere Richtung führen? usw. Ich befasse mich auch im künstlerischen Bereich oft mit dem, was mir begegnet, was ich finde, was mir auffällt. Wenn mir das Leben also ein totes Vögelchen vor die Füsse schmeisst, dann lasse ich mich darauf ein. Passiert etwa vor einem Jahr an einem frischen Morgen im Juni: Kalt und steif lag es vor mir auf dem Boden im Garten. Ich schaute es mir genau an, guckte, ob da noch etwas zu machen sei, es war schon tot - und dann passierte etwas, das ich nicht erwartet hätte: Ich konnte die Schönheit im Tode sehen, die Stimmigkeit darin spüren, die Leichtigkeit, das Warme - das war ein riesen Geschenk. Ich hielt die Szene mit dem Fotoapparat fest, suchte Perspektiven, die mehr aufzeigen als "nur" Tod, ich schrieb Texte dazu - und kremierte das Vögelchen am Ende in der Feuerschale, bis nur noch ein Hauch Asche zurück blieb.
Der Transfer in mein Leben erfolgt natürlich auch - hier ein Text zur Beerdigung meines Vaters im Januar dieses Jahres, wo wir zu diesem Text Tauben in den Himmel aufsteigen liessen:
„Was bleibt von einem Menschenleben? Die Hülle auf ein Häufchen Asche reduziert. Federleichte, graue Asche - ein Windhauch reicht, um sie wegzutragen. Die ganze Schwere des Lebens verbrannt, die Mühe, die Sehnsucht, den Schmerz. Die Asche bleibt hier, die Seele zieht weiter in andere Räume. So viel Freiheit, Liebe und Leichtigkeit auf einmal. Ein Herz, geboren um zu fliegen…, gute Reise…“ (Rahel Suter-Portmann, im Januar 2016) Für mich gehört der Tod so sehr zum Leben wie die Geburt, das Wachsen, das Verblühen, das Krank-sein, die Lebensfreude und Lebenslust. Es macht mich auch traurig, wenn ein lieber Mensch in meinem Leben stirbt. Aber ich spüre immer auch eine riesige Kraft darin - vielleicht ist es die Kraft der Gegenwart, der Stimmigkeit, der Erlösung - oder auch einfach die Freude darüber, dass sich ein Kreis geschlossen hat - und es weitergehen kann im Laufe der Spirale...? Ich weiss es nicht. Kann es nicht erklären. Es fühlt sich einfach so an. Und ja - vielleicht können Tote tanzen?... Raku-Kugel
Hüllen sprengen, aber auch mit Rissen im Leben sein. Die Schönheit, den Wert darin sehen. Da gibt es nichts zu reparieren und zu kitten – der Riss darf sein. Vielleicht konnte dadurch eine Hülle gesprengt und neue Freiheit gefunden werden. Vielleicht entschlüpfte durch den Riss ein Schmetterling - auf in ein neues Leben. Vielleicht konnte durch den Riss Licht, Wind und Wärme ins harte Innere dringen - und so ganz neue Sichtweisen werden lassen. Vielleicht ist der Riss wie ein Fenster in eine „neue Welt“ – eine Spaltbreite nur, um nach draussen zu schauen, aber genug, um Mut zu schöpfen für die nächsten Schritte… Und vielleicht zeigt der Riss auch nur auf, wie wichtig Verletzlichkeit und Weichheit sind - und wie viel Kraft im Zulassen können von beidem steckt. © Rahel Suter – Portmann, 20. Februar 2016 Bin immer `mal wieder am Blättern im Buch "Stille spricht" von Eckhart Tolle. Texte die zum Innehalten anregen, zum Spüren des Körpers und zum Runterkommen vom Gedankenstrom.
Gerne teile ich in nächster Zeit ein paar Sätze mit euch - kombiniert mit Fotos, die in letzter Zeit aufgenommen wurden. Heute mit einem Foto, das ich bei einem Spaziergang in Adelboden aufgenommen habe - Schattenspiele auf einer Mauer: Lange ist`s her... Ich weiss nicht, wann ich das letzte Mal einen Text schrieb. Aber gestern waren Worte da, ganze Sätze formierten sich - und so setzte ich mich hin und liess sie ausfliessen. Entstanden ist der folgende Text. Und als er fertig war, wusste ich auch gleich, welche ArtWork von Jaya Suberg (http://www.jayasu-berlin.de/) dazu passen würde. Also fragte ich sie an, ob dies in Ordnung sei und bekam das OK - DANKE! Urschmerz
Da liegt eine Wunde tief in uns, pulsierend, kraftvoll, lebendig, schmerzend, abgrundtiefer Horror, bereit jederzeit auszubrechen, uns zu überfallen mit seiner Wucht, uns den Boden wegzuspülen, uns wie ein Blatt im Wind durch Leben zu jagen… Und wir bauen Mauern, um dem Schmerz nicht begegnen zu müssen. Wir lenken uns ab, reden uns irgendetwas ein, unterdrücken den Schmerz mit allem, was uns zur Verfügung steht. Er bleibt da. Wir spüren wie er lauert. Zittern vor Angst. Meinen sterben zu müssen, wenn wir nur einen Bruchteil davon erfahren. Die Wunde bleibt… Die Sehnsucht, der Schmerz, die Angst – und je mehr wir sie verdecken wollen, umso stärker wird der Druck. Eine Begegnung kann die Mauer durchbrechen. Eine Bemerkung den Schutzwall zum Bersten bringen. Und in aller Härte trifft uns dieser Urschmerz wieder. Es zerreisst uns das Herz, der ganze Körper schmerzt, wir können uns nicht vorstellen, damit leben zu können, die Situation raubt uns die Lebensfreude, den Mut, die Lust, die Motivation, den Atem - und das auf einen Schlag. Wir sträuben uns, der Schmerz soll weg. Wut, Trauer, Ohnmacht und Opferhaltung übernehmen das Ruder, halten uns gefangen – und vielleicht bauen wir mühsam die Schutzmauer des nicht-spüren-wollens wieder auf. Unerbittlich, Stein um Stein, beharrlich, ungnädig, hart gegen uns. Bis zum nächsten Ereignis, das alle Bemühungen umsonst erscheinen lässt, das die Mauern wieder niederreisst, unbarmherzig wie uns scheint... Vielleicht erkennen wir irgendwann, dass da nichts weg muss, dass dieser Schmerz, egal wie unglaublich gross er ist, da sein darf, dass wir damit leben können, dass wir die Stärke haben, MIT diesem Schmerz zu leben – und es gut damit zu haben. Vielleicht kommt ein Funken Lebensfreude zurück. Eine Kraft in uns wird spürbar. Es wird nicht alles einfach licht und leicht. Das Leben bleibt ein Auf und Ab von Wellen, die uns überrollen, schieben oder auch tragen. Aber es ist etwas da, ein innerer Halt in uns, ein Ort wo`s ruhiger ist – gleichzeitig ist da Stärke, Wärme und Kraft wahrnehmbar. Ganz sanft sickert sie durch. Der Schmerz jedoch ist gleichberechtigt, im Zimmer nebenan, tobt vielleicht, rüttelt, schüttelt, drückt uns die Scherben der Zerbrochenheit ins Herz – vielleicht ein Leben lang… Da bleibt uns nur, in Demut diese Urwunde, diesen Schmerz in kleinen Happen zu spüren, daran zu lecken – und sanft, mit jedem Wahrnehmen, mit jedem Spüren, mit jedem Da-sein-lassen, einen Seidenfaden zu spinnen, ihn um die Wunde zu legen - mit unendlich viel Geduld uns und dem Schmerz gegenüber, vielleicht ein ganzes Leben lang, Faden um Faden spinnen. © Rahel Suter – Portmann, 11. 08. 2015 Bin immer `mal wieder am Blättern im Buch "Stille spricht" von Eckhart Tolle. Texte die zum Innehalten anregen, zum Spüren des Körpers und zum Runterkommen vom Gedankenstrom.
Gerne teile ich in nächster Zeit ein paar Sätze mit euch - kombiniert mit Fotos, die in letzter Zeit aufgenommen wurden. Hier mit einer speziellen Blume aus Bali, aufgenommen beim Uluwatu-Tempel:
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